Planungs­dokumente: 11. Änderung Flächennutzungsplan (Bereich Grüner Weg)

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

Angaben zum Standort

Der Geltungsbereich der 11. Flächennutzungsplanänderung liegt angrenzend zur Wohnsiedlungsfläche westlich der Altstadt Finsterwalde.

Die Verbindung zur Innenstadt ist durch die Straßen „Grüner Weg“, „An der Bürgerheide“ und „Gartenweg am Westplatz“ gegeben.

Der Planungsraum ist eingebettet in einem Bereich der sich im Osten und Süden durch Wohn- und Gartennutzungen zusammensetzt.

Westlich befinden sich außerhalb des Geltungsbereiches Kleingartenanlagen.

Im Norden des Plangebiets schließt sich das Gewerbegebiet des Bebauungsplans „Südlich Brunnenstraße“ 1. Änderung an. Darüber hinaus grenzen im Norden weitere Kleingärten und Brachflächen an den Geltungsbereich.

6.1.2 Umfang des Vorhabens und Angaben zum Bedarf an Grund und Boden

Flächenbilanz nach Bebauungsplan:










GebietGröße in m²
Allgemeines Wohngebiet4.472
Verkehrsfläche 2.010
Summe 6.482

Die Fläche des Geltungsbereiches beträgt insgesamt 6.482 m².

Die zukünftige mögliche Versieglung ergibt sich aus der Straßenverkehrsfläche sowie aus der Versieglung im Wohngebiet (GRZ 0,4). Die Versieglung des Wohngebiets (GRZ) ist im Bebauungsplan „Grüner Weg“ festgesetzt. Die tatsächliche Neuversieglung und Bedarf an Grund und Boden ist durch bestehende Versieglung minimiert.

Nach Abzug aller Vorbelastungen ergibt sich mit Umsetzung des Vorhabens eine tatsächliche Neuversiegelung und Bedarf an Grund und Boden von 2.027 m² (603 m² Verkehrsfläche plus 1.424 m² WA).

Es handelt sich beim Plangebiet um einen bereits baulich vorgeprägten Bereich (Freizeit- und Erholungsgärten) mit vorhandenen Verkehrswegen. Neue Flächen z. b. landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen werden mit der Planung nicht in Anspruch genommen.

6.1.3 Darstellung der in den Fachgesetzen und-plänen festgesetzten und relevanten Ziele des Umweltschutzes

Die für den Geltungsbereich der Flächennutzungsplanänderung relevanten Ziele des Umweltschutzes ergeben sich aus Fachgesetzen und insbesondere aus den zu berücksichtigenden übergeordneten Planungen.

Fachgesetze:

Neben den allgemeinen gesetzlichen Grundlagen, wie Baugesetzbuch, Bundesnaturschutzgesetz, ergänzt durch landesrechtliche Regelungen, sind im konkreten Planungsfall insbesondere das Bundesnaturschutzgesetz sowie das Brandenburgische Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (BbgNatSchAG) zu beachten. Des Weiteren ist die Verordnung des Landkreises Elbe-Elster zum Schutz von Bäumen und Hecken (Gehözschutzverordnung – GehölzSchVO EE) zu beachten. Der Geltungsbereich grenzt nördlich an ein Gewerbegebiet, sodass das Bundesimmissionsschutzgesetz und die daraufhin erlassenen Verordnungen und Richtlinien von Bedeutung sind. Im Geltungsbereich sind keine Denkmale bekannt und zu vermuten, dennoch ist das BbgDSchG bei Erdarbeiten zu beachten.

Fachplanung:

Landschaftsrahmenplan des Landkreises Elbe-Elster

Der Landschaftsrahmenplan des Landkreises Elbe-Elster (1999) wird etappenweise fortgeschrieben. Zunächst wurde der Fachbeitrag zum Biotopverbund erstellt (LANDKREIS ELBE-ELSTER 2010).

Das Plangebiet zählt gemäß dem Fachbeitrag Biotopverbundplanung nicht zu den Gebieten mit nationaler / länderübergreifender, überregionaler oder regionaler Bedeutung für den Biotopverbund (LK Elbe-Elster 2010).

Im Westen des Plangebiets grenzt gemäß dem Fachbeitrag Biotopverbundplanung (Karte 1) ein Gebiet mit überregionaler Bedeutung für den Biotopverbund (LK Elbe-Elster 2010) an. Dieses Gebiet bildet eine Bestandsfläche der Biotopverbunde gemäß Fachbeitrag Biotopverbund (Karte 2) als Entwicklungsfläche und Maßnahmen – Auen, Feuchtgebiete, Gewässer, Moore.

Flächennutzungsplan/Landschaftsplan

Im Flächennutzungsplan der Stadt Finsterwalde ist der Planbereich als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Dauerkleingärten dargestellt.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplans erfolgt gemäß § 8 Abs. 3 BauGB mit einem separaten Beschluss im Parallelverfahren.

Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes ist auch der Landschaftsplan entsprechend fortzuschreiben. Dies erfolgt mit dem Planentwurf.