Planungsdokumente: Bebauungsplan "Erweiterung Grenzweg"

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

1.0 Einleitung

1.1 Ausgangssituation, Planungsanlass und Zielstellung

In der Stadt Finsterwalde besteht derzeit eine sehr hohe Nachfrage nach Baugrundstücken, insbesondere von jungen Familien, aber immer wieder werden auch Rückkehrer in der Verwaltung vorstellig, die geeignetes Bauland suchen. Allein durch die Mobilisierung von Baulücken privater Eigentümer ist diese Nachfrage nach wie vor nicht zu bedienen, so die Einschätzung aufgrund der Schilderungen der potentiellen Bauherren. Die Stadt selbst hat kein Eigentum an bereits erschlossenen Wohnbaugrundstücken, lediglich an noch wenigen Restgrundstücken, meist ungünstig geschnitten und/oder längerfristig verpachtet. Die Stadt wird daher auf die Nachfrage kurzfristig reagieren und Bauland durch entsprechende Ausweisungen mit der verbindlichen Bauleitplanung mobilisieren.

Im Bereich des Grenzwegs wurden bereits durch die Aufstellung des Bebauungsplans „Grenzweg“ Voraussetzungen für die Wohnbebauung geschaffen. Die östlich angrenzenden Flächen bieten ein weiteres Potenzial als Wohnbauland; entsprechende Anfragen von Bauwilligen liegen bereits vor. Diese Flächen liegen im unbeplanten Außenbereich gemäß § 35 BauGB, wonach die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich ist.

Die Stadt Finsterwalde beabsichtigt die Aufstellung des Bebauungsplans „Erweiterung Grenzweg“. Dazu fasste die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Finsterwalde am 28.08.2019 den Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplans.

Das Plangebiet des Bebauungsplans umfasst eine Fläche von ca. 3,3 ha zu beiden Seiten des Grenzweges im Südosten der Stadt Finsterwalde.

Abb. 1: Lage im Stadtgebiet

Geobasisdaten: © GeoBasis-DE/LGB

Zielstellung ist die Entwicklung eines allgemeinen Wohngebietes gemäß § 4 BauNVO. Neben der Wohnnutzung sollen weitere bauliche Nutzungen, die das Wohnen nicht erheblich stören, ermöglicht werden.

Die Aufstellung des Bebauungsplans erfolgt im Regelverfahren. Für die Anwendung eines beschleunigten Verfahrens fehlen die Voraussetzungen.

Der Bebauungsplan ist nach den Bestimmungen des § 2 Abs. 4 BauGB einer strategischen Umweltprüfung zu unterziehen, in der die wesentlichen Umweltauswirkungen zu ermitteln sind. Die Ergebnisse der Umweltprüfung werden im Umweltbericht zusammengefasst, welcher Bestandteil der Begründung ist. Die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen für unvermeidbare Eingriffe in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild sind zu ermitteln und im Bebauungsplan festzusetzen.

1.2 Übergeordnete Planungen